Nasolabialfalte: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
| Verwendetes Mittel | in der Regel Hyaluronsäure-Filler |
|---|---|
| Behandlungsdauer | meist nur wenige Minuten |
| Betäubung | bei Bedarf örtliche Betäubung oder betäubendes Mittel |
| Wirkungseintritt | häufig unmittelbar sichtbar; Beurteilung meist nach ein bis zwei Wochen |
| Wirkdauer | individuell verschieden, in der Regel etwa sechs bis zwölf Monate |
| Gesellschaftsfähigkeit | meist zeitnah; Rötung oder Schwellung möglich |
Wie entsteht die Nasolabialfalte?
Die Nasolabialfalte ist zunächst eine natürliche anatomische Struktur. Sie trennt die Wange von der Oberlippenregion und ist bei den meisten Menschen bereits im jungen Alter angedeutet. Mit der Zeit kann sie stärker hervortreten.
Zu den möglichen Ursachen zählen der altersbedingte Rückgang von Volumen im Mittelgesicht, Veränderungen der Haut sowie das Absinken von Gewebe unter Einfluss der Schwerkraft. Auch die Mimik, die individuelle Knochen- und Fettverteilung sowie Lebensgewohnheiten können eine Rolle spielen.
Viele Patientinnen und Patienten empfinden eine ausgeprägte Nasolabialfalte als müde oder ernst wirkenden Gesichtsausdruck. Ein tatsächlicher Krankheitswert besteht in der Regel nicht; im Vordergrund steht das persönliche Empfinden.
- Nachlassende Elastizität und Feuchtigkeit der Haut
- Rückgang von Volumen im Bereich der Wangen
- Absinken von Gewebe unter Einfluss der Schwerkraft
- Individuelle Anatomie und Ausprägung der Mimik
Wann ist eine Behandlung sinnvoll – und wann nicht?
Eine Behandlung der Nasolabialfalte kann in Betracht kommen, wenn Sie sich an der Ausprägung stören und den persönlichen Wunsch nach einer Veränderung haben. Ob eine Behandlung im Einzelfall geeignet und medizinisch vertretbar ist, entscheidet sich erst nach ärztlicher Beratung und individueller Indikationsstellung.
Für die Nasolabialfalte wird in der Regel ein Hyaluronsäure-Filler eingesetzt, um verlorenes Volumen auszugleichen. Botulinumtoxin Typ A ist für diese Region üblicherweise nicht das Mittel der Wahl, da es auf mimische Muskulatur wirkt und nicht auf einen Volumenverlust.
In bestimmten Situationen ist von einer Behandlung abzusehen. Dazu zählen unter anderem die folgenden Gegenanzeigen. Diese Aufzählung ist nicht vollständig und ersetzt nicht die ärztliche Einschätzung im persönlichen Gespräch.
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Akute Infektionen oder Entzündungen im Behandlungsbereich
- Bestimmte Vorerkrankungen sowie Störungen der Blutgerinnung
- Bekannte Unverträglichkeiten gegenüber Bestandteilen des Präparats
- Unrealistische Erwartungen an das erreichbare Ergebnis
Wie läuft die Behandlung ab?
Am Anfang steht immer ein ausführliches ärztliches Beratungsgespräch. Dabei erfassen wir Ihre Krankengeschichte, mögliche Vorerkrankungen und eingenommene Medikamente und besprechen Ihre Vorstellungen. Auf dieser Grundlage erfolgt eine individuelle Indikationsstellung vor jeder Behandlung.
Wenn eine Behandlung infrage kommt, klären wir Sie über den geplanten Ablauf, mögliche Risiken und Verhaltenshinweise auf und beantworten Ihre Fragen. Erst nach Ihrer Einwilligung wird ein Termin vereinbart oder die Behandlung durchgeführt.
Die Unterspritzung mit einem Hyaluronsäure-Filler erfolgt mit feinen Kanülen oder Nadeln. Der Behandlungsbereich wird zuvor gereinigt; bei Bedarf kann eine örtliche Betäubung oder ein betäubendes Mittel zum Einsatz kommen. Die eigentliche Behandlung nimmt meist nur wenige Minuten in Anspruch.
Der genaue Ablauf, die Menge des verwendeten Materials und die Technik richten sich nach Ihrem individuellen Befund und werden ärztlich festgelegt.
Wann tritt die Wirkung ein und wie lange hält sie an?
Bei einer Unterspritzung mit Hyaluronsäure ist häufig unmittelbar nach der Behandlung ein Effekt sichtbar, da das Material Volumen ausgleicht. In den ersten Tagen können anfängliche Schwellungen das Bild noch verändern, sodass sich das Ergebnis erst nach ein bis zwei Wochen besser beurteilen lässt.
Die Wirkdauer ist individuell verschieden. In der Regel kann ein Ergebnis über mehrere Monate bestehen; je nach Präparat, behandelter Region und persönlichem Stoffwechsel berichten viele Patientinnen und Patienten von etwa sechs bis zwölf Monaten. Der Körper baut Hyaluronsäure im Laufe der Zeit ab.
Bitte beachten Sie, dass sich das erreichbare Ergebnis nicht garantieren lässt und von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen kann. Wie lange ein Effekt anhält, hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab.
Was ist nach der Behandlung zu beachten?
Nach der Behandlung können der Behandlungsbereich gerötet oder leicht geschwollen sein. Diese Reaktionen bilden sich in der Regel innerhalb weniger Tage zurück. Ein Kühlen der Region kann als angenehm empfunden werden.
Um das Gewebe zu schonen, empfiehlt es sich, in den ersten Stunden und Tagen bestimmte Belastungen zu vermeiden. Die konkreten Empfehlungen richten sich nach Ihrer Behandlung und werden Ihnen ärztlich mitgeteilt.
- Den Behandlungsbereich in den ersten Stunden nicht kräftig berühren oder massieren
- Auf intensive körperliche Anstrengung am Behandlungstag verzichten
- Sauna, starke Hitze und ausgeprägte Sonneneinstrahlung vorerst meiden
- Bei Beschwerden oder Unsicherheiten Kontakt mit der Praxis aufnehmen
Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?
Wie bei jedem medizinischen Eingriff können auch bei der Behandlung der Nasolabialfalte Nebenwirkungen auftreten. Häufig handelt es sich um vorübergehende und leichte Reaktionen im Behandlungsbereich. Wir klären Sie vor jeder Behandlung ausführlich über die individuellen Risiken auf.
Zu den möglichen Reaktionen zählen Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit sowie Blutergüsse (Hämatome). Ebenso können sich Unregelmäßigkeiten oder Asymmetrien zeigen. Seltener kann es zu Knötchenbildung, Infektionen oder allergischen Reaktionen kommen.
Bei der Unterspritzung mit Fillern besteht als seltene, aber ernste Komplikation die Möglichkeit eines Gefäßverschlusses, wenn Material in ein Blutgefäß gelangt. Ein solcher Verschluss erfordert eine rasche ärztliche Behandlung. Wird stattdessen Botulinumtoxin eingesetzt, kann es in Einzelfällen zu einem vorübergehenden Herabhängen von Strukturen wie einem Augenlid (Ptosis) kommen.
Sollten nach der Behandlung ungewöhnliche oder anhaltende Beschwerden auftreten, etwa starke Schmerzen, eine Verfärbung der Haut oder Sehstörungen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf.
- Rötung, Schwellung und Druckgefühl im Behandlungsbereich
- Blutergüsse (Hämatome)
- Unregelmäßigkeiten oder Asymmetrien
- Knötchenbildung, Infektionen oder allergische Reaktionen
- Selten: Gefäßverschluss bei Fillern; bei Botulinumtoxin ein vorübergehendes Herabhängen von Strukturen (Ptosis)
Welche Alternativen gibt es?
Die Behandlung der Nasolabialfalte mit einem Hyaluronsäure-Filler zielt auf den Ausgleich von Volumen. Sie unterscheidet sich damit grundlegend von einer Behandlung mit Botulinumtoxin Typ A, die auf mimische Muskulatur wirkt und vor allem bei Falten eingesetzt wird, die durch Muskelbewegung entstehen.
Je nach Befund können auch benachbarte Gesichtsregionen eine Rolle spielen. So kann die Nasolabialfalte im Zusammenhang mit dem Volumen der Wangen oder der Umgebung des Mundes betrachtet werden. Welche Herangehensweise für Sie sinnvoll ist, klären wir im ärztlichen Gespräch.
Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten zu verwandten Behandlungen, etwa zur Faltenunterspritzung mit Hyaluron, zur Lippenunterspritzung sowie zur Behandlung von Tränenrinne und Augenringen. Welches Verfahren geeignet ist, entscheidet sich immer individuell.
Ärztliche Beratung zuerst
Jeder Behandlung geht ein persönliches ärztliches Beratungsgespräch mit individueller Indikationsstellung voraus. Erst danach lässt sich beurteilen, ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll und geeignet ist. Ergebnisse sind individuell verschieden.
Häufige Fragen zu Nasolabialfalte
Welches Mittel wird zur Behandlung der Nasolabialfalte verwendet?
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Wann ist das Ergebnis sichtbar?
Wie lange hält das Ergebnis an?
Kann ich direkt nach der Behandlung wieder in den Alltag?
Welche Risiken sollte ich kennen?
Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?
Wie läuft der erste Termin ab?
Verwandte Behandlungen
Fachliche Grundlagen dieses Textes
- Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
- Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC)
- Fachinformation des jeweils verwendeten zugelassenen Präparats
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein persönliches ärztliches Beratungsgespräch.
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