Hyaluron & Filler: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
| Behandlungsdauer | in der Regel wenige Minuten bis etwa eine Stunde, je nach Umfang |
|---|---|
| Betäubung | bei Bedarf örtliche Betäubung oder betäubender Anteil im Präparat |
| Wirkungseintritt | bei Hyaluronsäure häufig unmittelbar sichtbar; endgültig nach einigen Tagen bis etwa zwei Wochen |
| Wirkdauer | individuell verschieden, in der Regel mehrere Monate bis teilweise über ein Jahr |
| Gesellschaftsfähigkeit | meist zeitnah; Rötung, Schwellung oder blaue Flecken möglich |
| Auffrischung | individuell verschieden, nach Abbau des Materials möglich |
Wie entstehen Volumenverlust und Falten?
Die Haut verändert sich im Laufe des Lebens. Der körpereigene Gehalt an Hyaluronsäure und Kollagen nimmt in der Regel mit den Jahren ab. Dadurch kann die Haut an Spannkraft und Feuchtigkeit verlieren, und einzelne Gesichtspartien können flacher oder eingesunken wirken.
Neben dem natürlichen Alterungsprozess spielen weitere Einflüsse eine Rolle. Dazu zählen die genetische Veranlagung, die Mimik, Sonneneinstrahlung, Rauchen sowie der allgemeine Lebensstil. Auch der Abbau von Fett- und Knochengewebe im Gesicht kann dazu beitragen, dass Konturen sich verändern.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Bindegewebes und kann Wasser binden. In der ästhetischen Medizin werden gezielt hergestellte Hyaluronsäure-Präparate eingesetzt, um an ausgewählten Stellen Volumen zu ergänzen. Wie stark sich das Erscheinungsbild dadurch verändert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Wann ist eine Behandlung sinnvoll – und wann nicht?
Eine Behandlung mit Hyaluronsäure wird häufig erwogen, wenn ein Wunsch nach Volumenausgleich oder nach einer weniger deutlichen Ausprägung einzelner Falten besteht. Ob dieser Wunsch medizinisch sinnvoll umsetzbar ist, wird im ärztlichen Gespräch geprüft. Die Indikation wird stets individuell gestellt.
Nicht in jedem Fall ist eine Unterspritzung geeignet. In den folgenden Situationen wird eine Behandlung in der Regel nicht durchgeführt oder erst nach sorgfältiger Abwägung:
Auch unrealistische Erwartungen sprechen gegen eine Behandlung. Wenn ein Ergebnis erhofft wird, das mit den Möglichkeiten des Verfahrens nicht erreichbar ist, klären wir dies offen im Beratungsgespräch. Eine ehrliche Einordnung ist uns wichtiger als eine Behandlung um jeden Preis.
- Schwangerschaft und Stillzeit
- akute Infektionen oder Entzündungen im geplanten Behandlungsbereich
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Inhaltsstoffen des Präparats
- bestimmte Vorerkrankungen, etwa Autoimmunerkrankungen oder Störungen der Blutgerinnung
- unrealistische Erwartungen an das Ergebnis
Wie läuft die Behandlung ab?
Am Beginn steht immer eine ärztliche Beratung. Dabei werden Ihre Wünsche besprochen, Ihre Krankengeschichte erfragt und der Behandlungsbereich beurteilt. Auf dieser Grundlage erfolgt die individuelle Indikationsstellung. Erst wenn aus ärztlicher Sicht nichts dagegenspricht und Sie ausreichend aufgeklärt sind, wird eine Behandlung geplant.
Die eigentliche Unterspritzung erfolgt mit feinen Nadeln oder stumpfen Kanülen. Je nach Bereich und Präparat kann eine örtliche Betäubung oder ein betäubendes Mittel im Präparat zum Einsatz kommen. Die Behandlung dauert in der Regel nur wenige Minuten bis zu einer Stunde, abhängig vom Umfang.
Nach der Behandlung beurteilen wir das unmittelbare Ergebnis gemeinsam mit Ihnen. Kleine Anpassungen sind je nach Situation möglich. Sie erhalten Hinweise für die Zeit nach der Behandlung sowie Angaben, wann eine Kontrolle sinnvoll sein kann.
Wann tritt die Wirkung ein und wie lange hält sie an?
Ein sichtbarer Volumenaufbau kann bei Hyaluronsäure häufig unmittelbar nach der Behandlung erkennbar sein. Das unmittelbare Erscheinungsbild kann jedoch durch Schwellungen beeinflusst sein. Das eigentliche Ergebnis lässt sich meist erst nach einigen Tagen bis etwa zwei Wochen beurteilen, wenn erste Reaktionen abgeklungen sind.
Die Wirkdauer ist individuell verschieden. Der Körper baut Hyaluronsäure in der Regel im Laufe der Zeit ab. Je nach Präparat, Behandlungsbereich, Stoffwechsel und Lebensstil kann das Ergebnis über mehrere Monate bis teilweise über ein Jahr anhalten. Verlässliche Zeitangaben für den Einzelfall sind nicht möglich.
Bei Behandlungen mit Botulinumtoxin, die in anderen Bereichen der ästhetischen Medizin eingesetzt werden, verhält sich die Wirkung anders. Hier tritt eine Wirkung typischerweise nicht sofort, sondern erst nach einigen Tagen ein. Auch hier gilt, dass Wirkungseintritt und Wirkdauer von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen können.
Was ist nach der Behandlung zu beachten?
Nach einer Unterspritzung können der behandelte Bereich vorübergehend gerötet, geschwollen oder empfindlich sein. In den ersten Stunden und Tagen empfiehlt es sich, den Bereich zu schonen und nicht unnötig zu berühren oder zu massieren, sofern nicht ärztlich anders empfohlen.
Häufig wird geraten, für einige Tage auf starke körperliche Anstrengung, Sauna, intensive Sonneneinstrahlung und Solarium zu verzichten. Auch Alkohol und blutverdünnende Mittel können blaue Flecken begünstigen. Konkrete Empfehlungen erhalten Sie individuell im Anschluss an Ihre Behandlung.
Sollten ungewöhnliche oder anhaltende Beschwerden auftreten, etwa starke Schmerzen, eine zunehmende Verfärbung, eine deutliche Blässe der Haut oder Sehstörungen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns oder im Notfall mit einer ärztlichen Einrichtung auf.
Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?
Wie bei jedem medizinischen Eingriff können auch bei Unterspritzungen Nebenwirkungen auftreten. Viele davon sind vorübergehend und klingen von selbst wieder ab. Über die für Sie relevanten Risiken klären wir Sie vor der Behandlung persönlich auf.
Zu den häufiger genannten, meist vorübergehenden Reaktionen zählen unter anderem:
Eine seltene, aber ernste Komplikation bei Fillern ist der versehentliche Verschluss eines Blutgefäßes durch das eingebrachte Material. Ein solcher Gefäßverschluss kann zu Gewebeschäden führen und erfordert eine rasche ärztliche Behandlung. Bei Behandlungen mit Botulinumtoxin kann es je nach Bereich beispielsweise zu einem vorübergehenden Herabhängen eines Augenlids (Ptosis) oder zu Asymmetrien kommen.
Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Welche Risiken in Ihrem Fall bestehen und wie sie sich einordnen lassen, besprechen wir im Aufklärungsgespräch. Ziel ist, dass Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
- Rötung im Behandlungsbereich
- Schwellung
- Blutergüsse (Hämatome)
- Druckempfindlichkeit oder Schmerzen
- kleine Unregelmäßigkeiten oder Asymmetrien
- in seltenen Fällen Knötchenbildung oder Entzündungen
Welche Alternativen gibt es?
Hyaluronsäure und Botulinumtoxin wirken auf unterschiedliche Weise. Hyaluronsäure wird eingesetzt, um an ausgewählten Stellen Volumen zu ergänzen oder Konturen zu unterstützen. Botulinumtoxin Typ A wirkt dagegen auf die Muskelaktivität und kommt vor allem bei mimisch bedingten Falten zum Einsatz. Welches Verfahren infrage kommt, hängt vom individuellen Befund ab.
In manchen Situationen können sich verschiedene Ansätze ergänzen, in anderen ist ein einzelnes Verfahren ausreichend oder gar keines angezeigt. Die Entscheidung wird stets individuell und nach ärztlicher Beratung getroffen. Eine allgemeingültige Empfehlung gibt es nicht.
Für bestimmte Bereiche informieren wir Sie auf gesonderten Seiten unserer Praxis genauer. Dazu zählen unter anderem die Behandlung der Nasolabialfalte, die Lippenunterspritzung sowie die Behandlung der Tränenrinne und von Augenringen. Dort finden Sie weitere sachliche Hinweise zu Ablauf, Wirkung und Risiken.
Ärztliche Beratung zuerst
Jeder Behandlung geht ein persönliches ärztliches Beratungsgespräch mit individueller Indikationsstellung voraus. Erst danach lässt sich beurteilen, ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll und geeignet ist. Ergebnisse sind individuell verschieden.
Häufige Fragen zu Hyaluron & Filler
Ist eine Behandlung mit Hyaluronsäure schmerzhaft?
Wie lange hält das Ergebnis an?
Wann ist das endgültige Ergebnis sichtbar?
Kann ich direkt nach der Behandlung wieder in den Alltag?
Wer sollte auf eine Behandlung verzichten?
Worin unterscheiden sich Hyaluronsäure und Botulinumtoxin?
Kann eine Hyaluronbehandlung wieder rückgängig gemacht werden?
Welche Vorbereitung ist vor dem Termin sinnvoll?
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Fachliche Grundlagen dieses Textes
- Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
- Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC)
- Fachinformation des jeweils verwendeten zugelassenen Präparats
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein persönliches ärztliches Beratungsgespräch.
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